Rechtsanwältin Inez Rohling, Kanzlei im Hof in Hannover
Interview mit Rechtsanwältin Inez Rohling, Kanzlei im Hof in Hannover.
Gibt es einen Grund, der Sie veranlasst hat, Rechtsanwältin zu werden?
Mein Interesse war es, in meinem Beruf die Vielschichtigkeit der Gesellschaft zu erleben. Der Rechtsanwaltsberuf eignet sich hier sehr gut. Durch die Problemstellungen, die meine Mandanten an mich herantragen, erlebe ich einen Spiegel der Gesellschaft. Der Umgang mit Mandanten ist anregend und ich finde es spannend, mit vielen unterschiedlichen Lebenssachverhalten zu tun zu haben. Es macht mir einfach Freude, mich für andere einzusetzen und deren Interessen zu vertreten.
Sie sind Mitglied in einer Bürogemeinschaft, warum?
Das hat viele Vorteile. Wir können gemeinsam die Infrastruktur nutzen und uns gegenseitig Hilfestellung geben. Da wir wirtschaftlich jedoch völlig getrennt arbeiten, bleibt jeder sein eigener Herr.
Haben Sie Tätigkeitsschwerpunkte und was meinen Sie, macht Ihre Kanzlei aus?
Meine Tätigkeitsschwerpunkte sind Familien-, Erb- und Vertragsrecht. Schon im Studium hat mich das Zivilrecht am meisten interessiert und dabei ist es auch geblieben. Durch meine Tätigkeit als Notarin kommt schwerpunktmäßig das Gestalten von Verträgen – wie Grundstückskaufverträgen, Gesellschaftsverträgen und Eheverträgen – hinzu. Meine Praxis ist klein und überschaubar. Ich lege großen Wert auf das Vertrauensverhältnis zu meinen Mandanten, bin nahe bei Ihnen dran und spontan.
Sie sind auch ausgebildete Mediatorin. Was machen Sie da genau?
Unter Mediation versteht man die Technik, zwei streitende Parteien zu einer gütlichen Einigung zu führen. Diese Methode der Schlichtung wird in den USA bereits in 50 % aller Streitfälle eingesetzt; in Deutschland hat sich dies leider noch nicht so durchgesetzt.
Interview vom 18. April 2011
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